„Wir schaffen Dialogräume zu den brennenden gesellschaftlichen und kirchlichen Fragen und suchen darin nach Lösungen – zusammen mit allen politischen und weltanschaulichen Gruppierungen, außer der extremen Rechten“, erklärte Angela Reinders, Ko-Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Akademien (AKAd) und Direktorin der Akademie des Bistums Aachen.
Ihr Mitvorsitzender Stephan Loos, Direktor der Katholischen Akademie Hamburg, betonte, diese Haltung stehe im Einklang mit der Grundsatzerklärung der Deutschen Bischofskonferenz „Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar“.
Die Leiterinnen und Leiter der Akademien berieten in Aachen, wie der sogenannte Beutelsbacher Konsens – die Grundlage politischer Bildungsarbeit – unter den Bedingungen zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung umgesetzt werden kann. „Wir diskutieren mit extrem rechten Positionen, wenn sie im Publikum auftreten, aber wir bieten ihren Vertreterinnen und Vertretern keine Bühne“, so Karsten Kreutzer, Direktor der Katholischen Akademie Freiburg.
Ein weiterer Schwerpunkt der Tagung war der gemeinsame Einsatz gegen Antisemitismus. Die Arbeitsgemeinschaft tritt dazu dem Bündnis „DACH“ bei, einem internationalen Netzwerk von über 200 Organisationen und Persönlichkeiten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Im inhaltlichen Teil der Konferenz reflektierte Dr. Jürgen Linden, Vorsitzender der Karlspreis-Gesellschaft, die 75-jährige Geschichte des Aachener Karlspreises als Zeichen demokratischer Verantwortung für Europa. Ergänzt wurde das Programm durch spirituelle Impulse im Aachener Dom sowie einen Besuch des digitalHUB, einer ehemaligen Kirche, die heute als Innovationszentrum und Coworking Space dient.
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